Online-Vergleiche für Finanzprodukte

Im Internet findet der Verbraucher immer mehr Angebote von Finanzdienstleistern. Auch Handyverträge oder Reisen können online gekauft werden. Das Angebot ist so vielfältig und unübersichtlich, dass im Alleingang kaum ein Marktüberblick zu erlangen ist. Als neues Instrument zum Leistungsvergleich haben sich in den letzten Jahren daher die Vergleichsportale entwickelt.

Die Vergleichsportale wie etwa Vergleich.info sind für viele Angebote entstanden. Stromtarife, Handyverträge, Tagesgeldanlagen und Versicherungsvergleiche sind nur einige Beispiele. Daneben haben sich Suchmaschinen für allgemeine Preisermittlungen für alle möglichen Produkte entwickelt. Egal ob der Kunde eine Waschmaschine oder einen Fotoapparat benötigt. Mit der genauen Produktbezeichnung kann mit wenigen Mausklicks die günstigste Bezugsquelle ermittelt werden.

Bei der Nutzung der Vergleichsportale gibt es allerdings ein paar Dinge, die der Verbraucher unbedingt beachten sollte. Die Portale sind nicht reiner Selbstzweck, sondern sie verfolgen ein Geschäftsmodell mit Gewinnstreben. Sie wirken oft wie ein Segen für die Verbraucher, die nun überall angeblich Geld sparen können. Das ist eher mit Vorsicht zu genießen.

Auf den Vergleichsportalen werden nur die Marktteilnehmer gelistet, die dafür auch Provisionen bezahlen. Es gibt nur sehr wenige wirklich unabhängig arbeitende Vergleichsseiten im Internet. Im Online-Vergleich ist es daher sinnvoll, die gleiche Abfrage auf mehreren Seiten durchzuführen.

So ist bei der Auswertung der Ergebnisse ein Überblick über die Marktlage zumindest ein wenig sicherer erhältlich. Taucht unter den besten Suchergebnissen das gleiche Produkt bei mehreren Portalen auf, kann man sich relativ sicher sein, ein marktgerechtes Produkt zu erhalten. Das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland ist etwa so ein Fall. Bei der Auswertung verschiedener Suchergebnisse wird man aber auch feststellen, dass einzelne Produkte günstig sind, aber keineswegs in jedem Portal geführt werden.

Besonderen Wert muss bei der Auswertung von Vergleichsergebnissen auf die Aussagekraft gelegt werden. Zum Beispiel werden bei Krediten fast immer nur die Nominalzinsen groß und bunt beworben. Das Vergleichskriterium für Kreditkosten ist aber nicht der Nominalzins.

Nur der Effektivzins trifft eine vergleichbare Aussage über den Endpreis eines Kredites. Der Effektivzins enthält auch die zu zahlenden Nebenkosten für Gebühren und Provisionen. Bei Geldanlagen ist nicht nur der höchste Zinssatz entscheidend. Hier muss auch die Periode der Zinsgutschrift beachtet werden. Bei jährlicher Zinszahlung oder monatlicher Gutschrift bestehen erhebliche Unterschiede in der erzielbaren Rendite durch den Zinseszinseffekt.

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